Christian Fuchs: Start mit „Believe“ Mantra
Christian Fuchs, neuer Trainer des Teams von Newport County, startet seine Trainerkarriere mit einem Ansatz, der vom Mantra „Believe“ inspiriert ist. Zwischen dem Erbe von Ernst Happel, dem Einfluss von Ted Lasso und einem zentralen Fokus auf Vertrauen möchte der ehemalige österreichische Kapitän ein angeschlagenes Team mit modernem, emotionalem Führungsstil wieder aufbauen.
Die Meinung der Spieler und Trainer: Ein Eckpfeiler der Fuchs-Methode Für Christian Fuchs
ist der Erfolg einer Mannschaft nicht nur eine Frage von Technik oder Taktik: Spieler wie auch das Trainerteam müssen Mitspracherecht haben. Genau dieser kooperative Geist, der dem Mantra „Believe“ sehr nahekommt, prägt seine Rückkehr nach Großbritannien nach einem prägendem Jahrzehnt in der Premier League.

Fast zehn Jahre nach dem Märchen mit Leicester City hat Fuchs Ende November die USA verlassen, um wieder im britischen Fußball Fuß zu fassen. Eigentlich hätte er sich auf eine ruhige Vorweihnachtszeit in Sheffield freuen können, doch er wählte stattdessen eine unerwartete Herausforderung: den Neuaufbau von Newport County, das aktuell das Schlusslicht der vierten englischen Liga (League Two) ist.
Der erste Schritt geschah fast zufällig: Im Oktober begleitete er seinen späteren Co-Trainer Mark Smith zu einem Spiel des Klubs. Bereits am nächsten Tag kursierten Gerüchte: Fuchs soll neuer Trainer von Newport werden. Kurz darauf kontaktierte der Vorstand des kriselnden Viertligisten ihn tatsächlich. Der 39-Jährige übernahm das Team zwei Tage vor dem Auswärtsspiel bei Oldham Athletic – und das, obwohl er gerade erst nach Wales in die drittgrößte Stadt des Landes gezogen war.
Sein Debüt endete zwar mit einer 0:3-Niederlage, doch der ehemalige österreichische Nationalteam-Kapitän erkannte sofort das Potenzial der Mannschaft: engagierte Mitarbeiter, starke Persönlichkeiten, aber vor allem Spieler, denen schlicht das Selbstvertrauen fehlte.
Davon überzeugt, dass eine Wende nur gemeinsam gelingen kann, lehnt Fuchs das Modell einer allein herrschenden Autorität ab. Er sieht sich als partizipativer Trainer: „Ich fordere viel von meinen Spielern, vor allem, dass sie sich aktiv an Entscheidungen beteiligen. Die Spieler sollen genauso viel Stimme haben wie der Trainer.“
Inspiriert von Persönlichkeiten wie Claudio Ranieri oder Dean Smith, aber auch von der fiktiven Figur Ted Lasso und dessen berühmtem „Believe“-Slogan, ist es für Fuchs entscheidend, in einer leidenden Mannschaft eine Botschaft der Hoffnung zu vermitteln. Training soll zur Inspirationsquelle werden – ein Motor für die mentale ebenso wie für die sportliche Entwicklung.
Die ersten Ergebnisse geben seiner Philosophie recht. Nach drei Niederlagen holte Newport County gegen AFC Barrow ein 2:2-Unentschieden, bei dem die Mannschaft phasenweise sogar wie der sichere Sieger wirkte. Für Fuchs ist die Priorität klar: zuerst „defensiv organisieren“ und „kollektive Lösungen finden“. Erst auf diesem Fundament kann das verlorene Vertrauen zurückkehren.
Mit seiner Leitlinie von Zuhören, Mitbestimmung und dem Motto des Selbstglaubens startet Christian Fuchs bei Newport County eine Revolution – eine ebenso menschliche wie sportliche.

Die U17 als leuchtendes Beispiel Dass das Mantra „Glauben“
bereits Früchte trägt, sieht der ehemalige Kapitän Österreichs vor allem am jüngsten Erfolg der U17-Nationalmannschaft, die kürzlich Vize-Weltmeister wurde. „Unsere jungen Talente spielen sich in die großen Ligen und können ganz groß werden“, erklärt er. Die Grundlagen dieses Erfolgs wurden bereits bei der EM 2008 unter Willi Ruttensteiner gelegt; die jüngsten Siege gegen Frankreich, Polen und die Niederlande bestätigen die Wirksamkeit der Methode.
Für Fuchs bleibt es entscheidend, immer neue Ziele zu setzen, um Potenzial in nachhaltigen Erfolg umzuwandeln. Der ehemalige Kapitän ist „sehr stolz“ auf seine Nachfolger. Besonders die Qualifikation für die WM 2026 – maßgeblich getragen von Michael Gregoritsch – zeigt, dass das Team an sich geglaubt hat. „Ich bin sehr stolz auf meine Nachfolger“, betont Fuchs, der weiterhin großen Wert darauf legt, den jungen Generationen genau die Prinzipien weiterzugeben, die ihn selbst geprägt haben: Führung durch Vertrauen und Weitergabe von Erfahrung.
Unter dem Zeichen des Mantras „Believe“ und im Takt emotionaler Intelligenz betritt Christian Fuchs die moderne Trainerwelt – mit Vertrauen, Verletzlichkeit und Kollektiv als Grundpfeilern, um Newport County wieder Hoffnung zu geben. Er verkörpert das neue Modell des sportlichen Leaders und legt den Grundstein für eine bereits mit Spannung erwartete Trainerkarriere, deren vielversprechende erste Schritte wir gerade erleben.
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