H3N2

Grippealarm in Österreich: Frühe und starke Saison mit der Variante H3N2(K)

Experten aus Österreich und Europa warnen in diesem Jahr vor einer besonders intensiven Grippesaison, die früher als üblich beginnen könnte. Der Grund: das Auftreten einer neuen Untergruppe des Grippevirus, genannt H3N2(K), die sich schnell ausbreitet und sehr ansteckend ist.

Zwei große Risiken im Zusammenhang mit dieser neuen Welle

1. Besonders ansteckende Virusvariante H3N2(K)

Die Hauptursache für die Besorgnis ist das Auftreten der Untergruppe H3N2(K). Diese Variante scheint sich schneller zu verbreiten als die üblichen Stämme. Analysen des Virologielabors der MedUni Wien zeigen, dass diese Virusform eine stärkere Epidemie begünstigt: Sie verursacht typische Grippesymptome; hohes Fieber, Husten, Schmerzen; und kann auch geimpfte Personen infizieren. Mit anderen Worten: Impfdurchbrüche könnten häufiger auftreten, obwohl der Impfstoff weiterhin wirksam ist, um schwere Verläufe und Krankenhausaufenthalte zu verhindern.

2. Früher Beginn der Grippesaison

Laut aktuellen Einschätzungen könnte die Grippewelle 2 bis 4 Wochen früher beginnen als in den Vorjahren. Dies ist besonders besorgniserregend, da Schulen und Universitäten noch in Betrieb sind, wodurch sich das Virus schneller unter Kindern und anschließend in den Haushalten ausbreiten könnte.

Darüber hinaus hat das ECDC (Europäisches Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten) einen Bericht veröffentlicht, der dieses Phänomen bestätigt: Die Influenza breitet sich bereits in mehreren Ländern 3 bis 4 Wochen früher als üblich aus, und die Variante H3N2(K) ist ein wesentlicher Faktor dieser Dynamik.

Empfehlungen der Gesundheitsbehörden

Die Gesundheitsbehörden empfehlen, sich sofort impfen zu lassen: Laut ECDC ist jetzt der richtige Zeitpunkt, insbesondere für Personen, die impfberechtigt sind, da die Impfung nach wie vor eine der wirksamsten Maßnahmen zum Schutz vor schwerer Grippe ist. Sie betonen zudem die klassischen Präventionsmaßnahmen: regelmäßiges Händewaschen, zu Hause bleiben bei Symptomen und das Vermeiden von großen Menschenansammlungen während aktiver Viruszirkulation. Schließlich wird eine verstärkte Überwachung gefordert: Labore, darunter das der MedUni Wien, beobachten die Ausbreitung der Variante H3N2(K) genau, und Virologen weisen darauf hin, dass Influenza mutieren und überraschen kann, weshalb Vorsicht geboten ist.

Warum diese Situation als „Rückkehr zur Normalität“ nach der Pandemie gilt

Einige Experten sehen diese Entwicklung nicht als völlig überraschend. Während der Pandemie haben Hygienemaßnahmen (Lockdowns, Masken, Abstand) die Grippezirkulation stark reduziert. Das Ergebnis: Unsere Herdenimmunität könnte schwächer sein, und eine „Aufholwelle“ ist möglich. Laut Virologin Monika Redlberger-Fritz könnte dies genau das sein: eine Rückkehr zu klassischeren und ausgeprägteren Grippesaisonen.

Österreich könnte eine besonders anspruchsvolle Grippesaison erleben: Die Kombination aus einer sehr ansteckenden Variante (H3N2(K)) und einem frühen Beginn erhöht das Risiko erheblich. Dennoch bleiben einfache Maßnahmen vor allem Impfung und Vorsicht ; wirksame Mittel, um die Auswirkungen zu begrenzen.

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