Vertiefte Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Österreich im Bereich Forschung und Bildung

Das bilaterale Treffen vom 13. und 14. November 2025 stärkt die Partnerschaft zwischen der Schweiz und Österreich im Bereich Hochschulbildung, Forschung und Innovation. Durch einen institutionnalisierten Dialog und gemeinsame Projekte zu strategischen Themen wie KI, Frieden oder Quantenforschung fügt sich die Kooperation nun in eine europaweit ausgerichtete Dynamik ein, die beiden Ländern am Herzen liegt.
Ein institutionell getragenes bilaterales Austauschformat im Dienst gemeinsamer Projekte

Seit 2011 besteht ein strukturiertes institutionelles Rahmenwerk zwischen der Schweiz und Österreich, entwickelt durch die enge bilaterale Zusammenarbeit zwischen dem SBFI (Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation) und dem BMBWF (Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung). Die sechste Ausgabe dieses Dialogformats fand am 13. November 2025 in Wien statt und wurde von der Schweizer Staatssekretärin und der österreichischen Ministerin gemeinsam geleitet – ein starkes Zeichen für die Absicht, diese institutionelle Partnerschaft langfristig zu verankern.
Dieses alle zwei Jahre stattfindende Format zeigt den politischen Willen beider Staaten, über punktuelle Initiativen hinauszugehen: Es schafft Kontinuität, ermöglicht gemeinsame Planungen und stärkt die Kohärenz der Hochschul-, Forschungs- und Innovationspolitiken. Dank dieser Regelmäßigkeit verfügen beide Länder über eine institutionelle Plattform, die Austausch, Koordination und strategische Vorausschau fördert – für sichtbarere, nachhaltigere und effizientere Kooperationen. Die Ausgabe 2025 zog eine insgesamt positive Bilanz der bisherigen Zusammenarbeit, was das gegenseitige Vertrauen und die Wirksamkeit der gemeinsamen Projekte bestätigt.
Strategische Themen für die Zukunft: Frieden, Künstliche Intelligenz, Quantenforschung

Die Forschung zu Frieden und Konflikten verdeutlicht den gemeinsamen Willen, Prävention, Stabilität, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Zudem betonen die Themen KI, Digitalisierung und Quantentechnologien das Ziel beider Länder, wissenschaftlich und technologisch an der Spitze zu bleiben. Durch die Kooperation Schweiz–Österreich lassen sich Fachwissen, Infrastruktur und Talente bündeln – ein entscheidender Vorteil für komplexe Projekte, von Grundlagenforschung bis zu industriellen Anwendungen.
Die Quantenforschung eröffnet darüber hinaus neue Perspektiven hinsichtlich Datensicherheit, verantwortungsvollem Technologieeinsatz, nachhaltiger Entwicklung sowie potenziellen kooperativen Anwendungen.
Insgesamt zeigt sich, dass nachhaltige Entwicklung ein gemeinsamer Schwerpunkt beider Länder ist – in Forschung, Wirtschaft, Gesellschaft sowie in umwelt- und klimapolitischen Fragen. Die gesellschaftliche Relevanz der Forschung sollte sich daher verstärkt in politischen Entscheidungsprozessen widerspiegeln, bei gleichzeitiger Wahrung der wissenschaftlichen Freiheit und ethischer Standards.
Eine Partnerschaft im günstigen europäischen Kontext
Die Kooperation Schweiz–Österreich profitiert heute von einem erneuerten europäischen Rahmen, nachdem die Schweiz im November 2025 wieder vollständigen Zugang zu zentralen Forschungs- und Innovationsprogrammen der EU erhalten hat. Am 10. November 2025 unterzeichnete sie das Assoziierungsabkommen zu Horizon Europe, zum Euratom Research & Training Programme und zum Digital Europe Programme – rückwirkend zum 1. Januar 2025.
Damit können Schweizer Institutionen und Forschende – und indirekt auch die bilateralen Partnerschaften mit Österreich – vollständig an EU-Projektausschreibungen teilnehmen, Konsortien koordinieren und direkte EU-Finanzierungen erhalten. Die Zusammenarbeit ist somit nicht mehr auf bilaterale Abkommen beschränkt, sondern eingebettet in ein breiteres europäisches Forschungsnetzwerk mit gemeinsamen Ressourcen, bedeutenden Fördermitteln und leistungsfähigen Infrastrukturen.
Durch diese europäische Integration gewinnt die Partnerschaft Schweiz–Österreich an Umfang, Vielfalt und Ambition. Sie eröffnet neue Chancen für groß angelegte transnationale Projekte – insbesondere in Bereichen wie Quantenforschung, künstliche Intelligenz, Gesundheit, Digitalisierung, Energie oder Umwelt.
Die Kooperation Schweiz–Österreich im Bereich Bildung, Forschung und Innovation ist heute gestärkt, strukturiert und klar zukunftsorientiert. Dank eines regelmäßigen bilateralen Dialogs, strategischen gemeinsamen Projekten und einer vollen europäischen Integration etabliert sich dieses Partnerschaftsmodell als treibende Kraft für Innovation und nachhaltigen Fortschritt.