Warum das Rechnen mit den Fingern ein wichtiger Vorteil beim Mathematiklernen in der Grundschule ist

Lange galt das Rechnen mit den Fingern bei Grundschulkindern als Zeichen von Schwäche. Jüngst zeigt die Forschung das Gegenteil: Das Arbeiten mit den Händen kann das Verständnis für Zahlen fördern und das Kennenlernen der mathematischen Grundlagen entscheidend beschleunigen. In diesem Artikel schildere ich, warum diese natürliche Methode für das Entwickeln logischer Fähigkeiten so wichtig ist und wie sie tatsächlich zum schulischen Erfolg unserer Kinder beiträgt.

Das Rechnen mit den Fingern: ein unterschätztes pädagogisches Hilfsmittel

Zählen mit den Fingern ist entgegen weit verbreiteter Meinung so wenig ein Zeichen von Rückstand wie es eine schlechte Angewohnheit ist. Vielmehr handelt es sich um ein starkes kognitives Hilfsmittel — besonders für die kleinen Kinder, die erst mit ihren Zahlen und Zahlenvorstellungen bekannt gemacht werden müssen.

Eine konkrete Hilfe zum Verständnis der Mengen

Jeder Finger ist visualisierendes und haptisches Zahlensymbol.

Für ein Kind ist es nicht selbstverständlich, eine Menge nicht konkret zu begreifen.

Bevor es mit den Zahlen rechnen kann, muß es die Mengen fühlen, sehen und verrücken.

Die Hände werden damit zu:

einem festen Platz, den wir überall dabei haben können, zu einer „Haus-Mini-Rechenmaschine“, wenn wir Mengen zusammen oder auseinander legen wollen, zu einem Sehvorrat zur Speicherung der Ergebnisse.

Dieser Schritt vom Konkreten zum Abstrakten ist für die Erlernung der Mathematik wesentlich.

Was Langzeitbeobachtungen zeigen

Langzeitstudien über Jahre hinweg zeigen einen wichtigen Punkt: Kinder, die beim Zählen ihre Hände benützen, sind bedeutsam schneller in ihren elementaren mathematischen Fähigkeiten.

Bessere Leistungen durch die Geste

Gesten sind für die kognitive Entwicklung keineswegs belanglos. Wenn ein Kind Fingerrechnung macht, so arbeiten mehrere Zonen des Gehirns gleichzeitig:

die Feinmotorik, das Arbeitsgedächtnis, die Netzwerke des Zahlendenkens, die Koordination von Denken und Tun.

Diese „Vernetzungsarbeit“ stärkt das Lernen und begünstigt das Begreifen einfacher Rechenoperationen, wie Addition oder Subtraktion.

Mehr Selbstvertrauen bei den Übungen

Forschungen belegen auch, daß Kinder, die mit den Fingern rechnen dürfen, eine viel gelassenerer Haltung zu mathematischen Aufgaben einnehmen. Wenn sie ein jederzeit verfügbares Hilfsmittel zur Hand haben, zögern sie weniger, greifen vermehrt zur Tat und finden leichter die geeignete Rechenweise.

Wie nun das Rechnen mit Fingern ins Lernen eingeordnet werden kann

So ganz von selber, wie diese Methode für ein Kind ist, kann sie doch gezielt gefördert und begleitet werden.

Einige vielversprechende Möglichkeiten

Hierzu einige geeignete Wege:

einer besseren Beherrschung einfacher Rechenarten,einer harmonischen Ausbildung der logischen Fähigkeiten,einem flüssigeren Gang zum abstrakten und gedanklichen Rechnen,einer bleibenden Selbstsicherheit im Problemlösen.

Über eine einfache Handhabung hinaus ist es ein echtes Mittel zur Verbesserung schulischer Leistungen.

Die Hände sind mehr als ein nützliches Werkzeug: sie sind treue Helfer beim Erwerb der elementaren Rechenfertigkeiten. Mit den Händen zählen ist längst kein Zeichen von Schwäche, sondern eine Stufe der kognitiven Entwicklung. Studien belegen es: Kinder lernen viel besser, wenn sie mit ihrem Körper arbeiten dürfen, um sich die abstrakte Welt der Zahl zu erschließen. Für Eltern und Erzieher heißt Förderung dieser Methode, den Kindern eine Stütze zu Selbstvertrauen und zu besseren Leistungen in der Mathematik zu geben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert